Kunstkalender 2026

Seit nunmehr 65 Jahren präsentiert die Südtiroler Sparkasse ihren thematisch orientierten Kunstkalender, der dieses Jahr einem besonderen Thema gewidmet ist: dem ANTLITZ.

Das Gesicht ist eines der ältesten und zugleich beständigsten Motive in der Kunst. Seit Menschen Bilder schaffen, haben sie versucht, das Antlitz des anderen festzuhalten – als Spiegel der Seele und des Gemütes, als Ausdruck von Macht, aber auch von Leid, als Zeugnis von Schönheit, aber auch von Verzweiflung, oder einfach als flüchtiger Moment in der Zeit.
In der zeitgenössischen Kunst ist das Gesicht jedoch längst nicht mehr nur Abbild einer Person. Es wird verfremdet, zerlegt, neu zusammengesetzt. Es erscheint als Projektionsfläche für  gesellschaftliche Fragen, als Fragment, als Maske, als digitales Echo.

Die Ausstellung „ANTLITZ – Menschenbilder in der zeitgenössischen Malerei“, die vom 28.11.2025 bis 05.01.2026 in der Filiale am Waltherplatz in Bozen stattfindet und der begleitende Kunstkalender sowie Katalog versammeln Arbeiten von 15 Künstlerinnen und Künstlern, darunter sieben aus der Euregio, die das Menschenbild in der Gegenwart auf vielfältige Weise befragen.

Die Ausstellung fokussiert den Blick bewusst auf malerische Annäherungen, um über das ungebrochene Potenzial dieses so traditionellen künstlerischen Mediums zu erzählen: Die altmeisterliche Könnerschaft, über das Porträt das Wesen des Menschen festzuhalten und sichtbar zu machen (Bonell, Schnekenburger, Vallorz) sowie ihre vergeistigte, verdichtete Darstellung (Bosisio, Welponer) treffen auf eine junge, auch freche Bildsprache, die formal an die Mode- und Kinowelt, an die Pop- und Comic-Kultur erinnert (Grenci, Mandl, Thöni, Thyrion) und auf verzerrte, surreale Kompositionen, die digitale Bildertrends hinterfragen (Rungger, Riess). Malereien verhandeln aber auch die Sichtbarmachung Schwarzer Künstlerinnen und Künstler (Boafo), das selbstbewusste Inszenieren von Frauenfiguren (Hausner) sowie das Spiel mit kunstgeschichtlichen Motiven und ihre zeitgenössische, feministische Interpretation (Maderthaner, Regl).

 

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